Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Nachwuchsförderung: Mädchen erkunden MINT-Berufe und Studiengänge an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Die Fachgruppen Chemie, Physik, Mathematik und Informatik der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften öffneten am Mädchen-Zukunftstag, dem 28. April 2022, ihre Türen für 35 interessierte Schülerinnen der 8.-10. Klasse. Die jungen Frauen konnten aus zwei Angeboten der Fakultät wählen und Berufsfelder erkunden, die von traditionellen weiblichen Berufsbildern abweichen.

Neben Laborbesichtigungen gab es auch kleine Vorlesungen, die den Schülerinnen zeigten, wie das Lernen an der Universität funktioniert. Die 35 Mädchen konnten sich für eines von zwei Angeboten entscheiden. Entweder konnten Sie Arbeitsgruppen in der Mathematik und Informatik besuchen, oder in der Physik und Chemie.

Diejenigen, die sich für Mathematik und Informatik entschieden hatten, können nun sicherlich ihren Freundinnen und Familien erklären, was sich hinter dem Begriff "Algorithmus" verbirgt. Die Mädchen waren sehr amüsiert und überrascht, dass dies sogar etwas mit Salsa-Tanzen zu tun haben kann. Im Laufe des Tages konnten die Schülerinnen mit digitalen Spielen experimentieren und etwas über Optimierung lernen. Wie findet man z. B. die kürzeste Strecke für eine Rundreise? In den Informatik-Arbeitsgruppen ging es außerdem um Kryptographie, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Die Schülerinnen lernten, wie sie mit ausgeklügelten Verfahren geheime Nachrichten unter Verschluss halten können und wie sie mit sternförmigen Calliope-Mikrocontrollern Programmieren lernen können. Besonders spannend war es auch, in einem Fahrsimulator zu sitzen und zu erleben, wie eine künstliche Intelligenz ihre Umgebung wahrnimmt.

In der Physik konnten die Schülerinnen in den Forschungslaboren der verschiedenen Arbeitsgruppen etwas über die Geheimnisse des Universums, Naturgesetze und bildgebende Verfahren erfahren, die zum Beispiel in der Medizin sehr wichtig sind. Außerdem wurden den Mädchen die vielfältigen und spannenden Berufsfelder aufgezeigt, die man als Physikerin erschließen kann. Ein WG-Leben mit Nerds, wie in der Serie "The Big Bang Theory", ist nicht die Norm!

In der Fachgruppe Chemie drehte sich alles um Energie, wie sie entsteht und wie sie umgewandelt werden kann. Die Mädchen lernten, dass Chemie in vielen alltäglichen Situationen zu finden ist – von der Entwicklung neuer Materialen und Medikamente, über die Produktion und Sicherheit unserer Lebensmittel bis hin zum Erhalt unserer Umwelt, wenn wir verstehen wollen, was in unserer Atmosphäre passiert oder die Nutzung nachwachsender Rohstoffe vorantreiben. Im Labor durften alle selbst experimentieren. Sie konnten Brennstoffzellen und Solarzellen bauen, künstliche Photosynthese auslösen und die Farbveränderung smarter Kunststofffolien durch verschiedenes Licht beobachten. Die Gewinnung von Wasserstoff konnten die Mädchen im Vorführversuch erleben – das anschließende Zünden von Knallgas löste große Begeisterung aus.

Auch das Wetter spielte am Girls‘Day mit! Bei einer Campus-Ralley, die von Mitarbeiterinnen der ZSB (zentralen Studienberatung) begleitet und durch die Club-Sounds des ASTAs (Allgemeine Studierendenausschuss) untermalt wurde, konnten die Mädchen das Hochschulleben besser kennenlernen. Das Mittagessen in der Uni-Mensa schmeckte nach Meinung der Schülerinnen allerdings wie das Essen in der Schulmensa.

Es war ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken, von denen die Mädchen sicherlich noch lange erzählen werden und der vielleicht ihre Berufswahl beeinflusst.

Der nächste Girls’Day findet am 27.04.2023 statt. Die Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften wird wieder dabei sein und ihre Türen öffnen!

Bildnachweise: BRK = Beate Roese-Koerner, IK = Isabella Kappner

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